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Reich in Rente?

Die Private Rentenversicherung

Das gesetzliche Rentenniveau sinkt …und sinkt.

Schon heute entspricht die Versorgungslücke, die Sie selbst schließen müssen, etwas zwei Drittel Ihres letzten Nettoeinkommens.

Die private Rentenversicherung garantiert im Alter ein zusätzliches laufendes Einkommen, das lebenslang gezahlt wird. Und nicht nur, wie bei anderen Formen der Altersvorsorge, bis das angesammelte Geld verbraucht ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Versicherte 80, 90 oder 100 Jahre alt wird. Die Lebensversicherer übernehmen das nicht vorhersehbare „Langlebigkeitsrisiko“, also das Risiko, wie lange ein Mensch lebt und Rente beziehen wird. Meist endet die Rentenzahlung mit dem Tod des Versicherungsnehmers. Außerdem sind die Rentenversicherungen sehr flexibel- ob Verschiebung des Rentenbeginns, Zuzahlungen in einen bestehenden Vertrag oder die Ausgestaltung der späteren Renten (Einmalauszahlungen möglich).

Dennoch können auch Angehörige mit einer privaten Rentenversicherung versorgt werden. Dazu wird bei Vertragsabschluss eine so genannte Rentengarantiezeit vereinbart. Stirbt die versicherte Person nach Beginn der Rentenzahlung, werden entsprechend der vereinbarten Rentengarantiezeit die noch nicht ausgezahlten garantierten Renten an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

Eine andere Alternative ist die Vereinbarung einer Witwen-bzw. Witwerrente. Die Rentenzahlung an die mitversicherte Person erfolgt dann lebenslang.

Bei dieser aufgeschobenen Leibrente werden die Beiträge während der Ansparphase (Aufschubzeit) in der Regel monatlich gezahlt. Vor Beginn der Rentenzeit kann der Versicherte wählen, ob er eine Kapitalabfindung oder eine lebenslange Rente bevorzugt. Stirbt der Versicherte während der Ansparphase, erhält der Begünstigte die eingezahlten Beiträge zurück.

Für die Zeit nach dem Rentenbeginn sollten Sie eine Rentengarantiezeit vereinbaren. Sterben Sie in dieser Zeit, zahlt die Versicherung bis zum Ende der Garantiezeit an die Hinterbliebenen weiter.

Bei der sofort beginnenden Leibrente wird die Rente sofort ausgezahlt. Allerdings müssen die Beiträge bei Vertragsabschluss in einer Summe eingezahlt werden. Der Vorteil der privaten Rentenversicherung gegenüber einem Auszahlplan eines Kreditinstituts liegt darin, dass die Renten nur mit dem Ertragsanteil versteuert werden.

Es gibt 3 verscheidene Arten von Rentenversicherungen, je nachdem, ob Sie möglichst viel Ertrag wollen und dabei Schwankungsrisiken in Kauf nehmen oder doch eher auf Nummer sicher gehen wollen oder eine Mischung aus beiden. Die drei Gruppen unterscheiden sich hinsichtlich der Vermögensanlage:

Einmalanlage oder laufende Beiträge, in der Rentenphase Auszahlung auf einen Schlag oder lebenslange Verrentung.

1. Die klassische Rentenversicherung (sicherheitsorientiertes Modell)

Hier werden die Erträge größtenteils mit festverzinslichen Wertpapieren aufgebaut. Der durchschnittliche Gesamtüberschuss (Garantie plus Extra) beträgt in der Branche ca. 4,5%. Die Versicherer legen derzeit durchschnittlich weniger als 10% des Vermögens in Aktien an und dürfen diesen Anteil lt. Aufsichtsbehörde auf maximal 35% steigern. Bis zum Ende der Laufzeit (maximal bis zum Todesfall) garantiert Ihnen die Gesellschaft einen fsten Zinssatz von zur Zeit 2,5%. Bei älteren Verträgen liegt dieser Garantiezins bei bis zu 4%, bezieht sich aber nicht auf die eingezahlten Beiträge, sondern nur auf den Deckungsstock, d.h. Beitrag abzüglich Kosten!

2. Die fondsgebundene Rentenversicherung (renditeorientiertes Modell)

Hier verzichtet der Versicherungsnehmer auf Garantien und setzt auf Aktienfonds, denn die lange Anlagedauer macht Schwankungsrisken verkraftbar. Während der Laufzeit können die Fonds ausgewechselt werden und so kann gegen Ende der laufzeit auf sicherheitsorientierte Produkte geswitcht werden. Der Vorteil zu direkten Sparplänen in Fonds: Zinsen und Dividenden sind während der Sparzeit nicht zu versteuern. In der Rentenphase wird dann mit dem günstigeren Ertragsanteil versteuert.

3. Die britische Rentenversicherung (renditeorientiertes Modell mit kleinen Garantien)

Hier wird eine niedrige Garantie gegeben (wird jedes Jahr neu festgesetzt), aber aufgrund eines Glättungsverfahrens (sogenanntes Smoothing) wird aus den Erträgen ein Polster für schlechte Börsenzeiten angesammelt. Unter diesen einmal erreichten Wert kann der Policenwert nicht mehr fallen. Erlaubt sind Aktieninvestments bis zu 90% des Vermögens. Solch ein Vertrag lohnt sich vor allem, wenn er bis zum Schluss durchgehalten wird, denn die Schlussüberschüsse sind hier besonders interessant.



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